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Der VW-Abgas-Skandal


Rechtsgutachten des Bundestags

VW Skandal: Der Bundestag hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, das im Ergebnis zugunsten der Autokäufer ausgefallen ist. Damit steht fest: Es ist auch der Rücktritt und Schadensersatz für die VW Geschädigten möglich.

Das VW Skandal Gutachten, das der Bundestag von seinem rechtswissenschaftlichen Dienst im Rahmen einer juristischen Expertise hat erstellen lassen, hat zu einem positiven Ergebnis für die Rechte der Kunden im VW-Skandal gesorgt.

Im Ergebnis wird festgestellt, dass die PKW aufgrund der Manipulation mangelhaft sind und den Käufern alle Gewährleistungsrechte zustehen.

Sollte nach der Nachbesserung der PKW mehr verbrauchen als vorher oder es zu einer reduzierten Leistung führen, ist auch ein Rücktritt der Kunden vom Kaufvertrag möglich.

Zudem ergibt das Gutachten des Bundestags, dass die Käufer der betroffenen Fahrzeuge von VW, Audi, Skoda und Seat Schadensersatz einklagen können, da sie in vorsätzlicher sittenwidriger Art und Weise von Volkswagen geschädigt worden sind.

Nunmehr bestätigt also das Rechtsgutachten des Bundestags, dass den PKW-Geschädigten im VW-Skandal Gewährleistungsrechte zustehen, insbesondere, dass ein Rücktritt möglich ist. Experten haben bestätigt, dass es VW kaum möglich sein wird, die Fehler zu beheben, ohne dass es zu einem erhöhten Spritverbrauch und zu einer Minderleistung kommt.

Der Volkswagen Skandal beschäftigt nicht nur die gesamten Wirtschaftsnachrichten von der FAZ bis zum Handelsblatt und den sonstigen Online Medienangeboten. Vielmehr sind vor allem diejenigen davon betroffen, die selbst einen Volkswagen gekauft haben.

Der größte Autokonzern in Europa hat am dritten Septemberwochenende 2015 eingestanden, dass er mit einem Computerprogramm die Abgaswerte bei Dieselwagen manipuliert hat. Von den weltweit rund elf Millionen betroffenen Fahrzeugen sind laut Volkswagen etwa acht Millionen in der EU zugelassen, davon 2,8 Millionen in Deutschland.

Dem Konzern drohen wegen der Manipulationen Strafzahlungen und Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe.Es soll eine Software in der Motorsteuerung von bestimmten Dieselmotoren die Abgaswerte so reduziert haben, dass die Volkswagen in Testphasen die Abgaswerte manipuliert hatten.

Von Volkswagen soll folgendes Szenario inszeniert worden sein: Die Software wurde bewusst dafür eingebaut, damit der Schadstoffausstoß, der im Normalverkehr weitaus höher ist, von den manipulierten Werten erheblich abweicht. Die US-Umweltbehörde EPA hat das Verfahren gegen Volkswagen in Fahrt gebracht.

Das Amt warf dem Autobauer vor, dass über Jahre hinweg die Abgaswerte von Dieselfahrzeugen gezielt verfälscht worden sein sollen.Seit dem vorletzten Wochenende im September 2015 verdunkelt sich der Himmel über Volkswagen immer deutlicher: Es hat sich herausgestellt, dass nicht nur wenige Volkswagen in den USA mit der Manipulationsoftware ausgestattet worden sind, sondern auch einige Millionen in Deutschland zugelassene Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi und Skoda. Selbst einige hunderttausend Seat sind betroffen. Dabei handelt es sich jeweils um Volkswagen Diesel, Audi Diesel, Skoda Diesel, Seat Diesel.

In den letzten Tagen sind Durchsuchungen in der Volkswagen Zentrale von der Staatsanwaltschaft Braunschweig veranlasst worden. Gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG Winterkorn wurde Strafanzeige erstattet. Es finden umfangreiche staatsanwaltschaftliche Ermittlungsmaßnahmen gegen Volkswagen statt. In der Schweiz gilt sogar ein Zulassungsverbot für Dieselfahrzeuge, die mit dem Motor EA 189 ausgestattet sind.

Volkswagen gibt bekannt, dass eine Nachbesserungsaktion für betroffene Dieselfahrzeuge geplant sei. Diese Nachbesserung wird aber den einzelnen Käufer eines Volkswagens mit der Motorreihe EA 189-Motoren, die sowohl in den Volkswagen mit 1,6 l TDI wie auch bei den 2,o l TDI verbaut sind noch nicht befriedigen.

Denn durch die Nachrüstung verändert sich das gesamte Fahrzeug. Es büßt an Leistungsfähigkeit ein. Es wird mehr Sprit verbrauchen und es wird eben teurer. Aus diesen Gründen haben Volkswagen Käufer einen Anspruch auf Rückabwicklung gegen den Verkäufer. In manchen Fällen besteht auch ein Anfechtungsrecht und dann Schadensersatzanspruch.

Wir prüfen gerne für Sie, welche Ansprüche in Ihrem konkreten Einzelfall erfolgversprechend von uns zu verfolgen sind.